Genderkey

Ein Leben auf Augenhöhe – der Geschlechterschlüssel

Wer es wirklich ernst meint mit der Gleichberechtigung, schreibt Seidel, der müsse die über Jahrtausende von Männern gemachten Regeln, die das Berufsleben bestimmen, komplett verändern: Den Ausschluss von Gefühlen, von Körperlichkeit, die Verbannung von Kindern aus dem Arbeitsumfeld, die Fixierung auf Hierarchien. Viel zu oft würden Frauen nur dann als wertvolle Mitarbeiter gesehen, wenn sie sich männlichen Verhaltensweisen möglichst stark annähern.“ – „GENDERKEY ist von einer angenehmen, überraschenden Radikalität.
Kathleen Hildebrandt, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Christian Seidel stellt dem Miteinander der Geschlechter nach einer mehrjährigen Genderrecherche und der Befragung von über hundert Frauen ein schlechtes Zeugnis aus und nennt die heutige Gleichstellung ein „Trugbild“. Seidel, der für seinen letzten Erfolgstitel „Die Frau in mir“ selbst mehrere Jahre als Frau zu leben versuchte, beschreibt in seinem neuesten Werk GENDERKEY die Geschlechter als „traumatisierte Rollenmenschen, die aufgrund ihrer jahrtausendlangen Prägung immer noch auf starren Schienen fahren“. Für GENDERKEY, das erzählerisch geschrieben ist, hat sich Seidel auch mit der aktuellen Wissenschaft, so Neurobiologie, Psychotraumatologie, Soziologie und der allgemeinen Genderforschung auseinandergesetzt. Zudem hat der Autor mit zahlreichen Frauen gesprochen. Aus seinen Interviews mit 119 Frauen, die er aus über 700 Zuschriften herausgefiltert hatte, hat Seidel zwölf repräsentative Fälle berufstätiger Frauen ausgesucht, die er repräsentativ in seinem Buch ausführt. Seine Erkenntnisse fasst er in zehn Geschlechterklischees zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Gleichstellung festgefahren sei. Seine Thesen und Forderungen sind u.a.:

  • Die am meisten diskriminierten Menschen sind nicht Ausländer oder Randgruppen, sondern Frauen, insbesondere Mütter.
  • Es ist ein Trugbild, dass die Gleichstellung fortgeschritten sei, nur weil mehr Frauen anspruchsvolle Jobs bekämen. Gesetze alleine reichen nicht, es fehlt an Praxis und einem gender-empathischem Engagement der Männer.
  • Arbeitgebern soll die Zahlung eines „Gender-Soli“ auferlegt werden, um Arbeitsplätze für Mütter zu subventionieren und therapeutische Genderseminare insbesondere für Männer zu finanzieren.
  • Der Besuch von Seminaren zur Gleichstellung sollte für Männer in Unternehmen Pflicht sein.
  • Angepasstes, vermännlichtes Verhalten ist für Frauen eine private und berufliche Sackgasse.

(Verlagsmitteilung ARISTON/Randomhouse)

Erschienen bei Ariston/Randomhouse
288 Seiten, Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-424-20152-9

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