Die Frau in mir – ein Mann wagt ein Experiment

Selbstversuche von Autoren gehören schon lange zum journalistischen Standardrepertoire, spätestens seit Günter Wallraff zum Türken „Ali“ geworden war. Bei Christian Seidel ist das anders. Er nimmt seinen Titel ernst. Es geht ihm nicht um ein Verkleiden, eine Maskerade, um zu testen, wie die Umwelt reagiert. Die Nylons, die Brüste, die Miniröcke – all diese Accessoires sind nicht nach außen gerichtet, sondern nach innen, es geht ihm darum, das Weibliche in sich selbst zu entfalten und zu erfahren. Die Frau in mir. Das ist die Revolution in diesem Buch.
Judith Luig/DIE WELT

Christian Seidel hat seine klassische Männerrolle satt. Innerhalb eines ungewöhnlichen Experimentes bricht der Autor ein Tabu und schlüpft in die Rolle einer Frau. Aus dem zunächst geplanten einen Jahr werden drei. Erst spät wird ihm klar, dass der Perspektivwechsel seine komplette Existenz gefährdet. Seine Ehe, seine Freundschaften, seine gesamte Identität. Mit schonungsloser Offenheit erzählt Seidel von tiefgreifenden und schockierenden Erlebnissen während seines Balanceaktes auf den Grenzen zwischen den Geschlechtern. Dabei sieht der einstige Macho nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer in einem völlig neuen Licht. Ein provokanter Aufruf, die gängigen Klischees endlich über Bord zu werfen, und ein wohltuend authentischer Beitrag in der oft theoretisch ausufernden Geschlechterdebatte.
(HEYNE VERLAG/Randomhouse)

Erschienen bei Heyne/Randomhouse
Paperback, Klappenbroschur
288 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-60299-1

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